Jahr: 2011

Das war Ignite Cologne 2011 – von Fahrradgeeks, Quereinsteigern und dem Social Network unbenötigter Dinge

Zum zweiten Mal in dieser Woche habe ich gestern eine deutsche Ignite-Veranstaltung während der Global Ignite Week 2011 besuchen können. Denn während andere Veranstalter in Deutschland schon in der Planungsendphase waren, entschlossen sich zwei Kölner dazu, auch unsere Stadt in den Reigen der über 70 Städte einzureihen, die dieses Jahr bei der Global Ignite Week teilnehmen. Natürlich verschärfte die kurze Vorlaufzeit etwas die Planungen, aber dank vieler helfender Hände konnte dann gestern Abend die erste Ignite Cologne stattfinden. Coworking Cologne hatte freundlicherweise seine Räume zur Verfügung und ein paar nette Helfer zur Verfügung gestellt und so konnten an die hundert Gäste dabei sein, als das Licht ausging und die Vorträge begannen. Die Vorträge waren durchaus gemischt – von Marketingvorträgen und Businessvorstellungen bis zu perfekten Ignite-Vorträgen war alles dabei. Einige Vorträge begeisterten das Publikum regelrecht. Hans Dorsch beispielsweise sprach über den Fahrradgeek Steven K. Roberts, der zwischen 1983 und 1991 mit insgesamt drei computerisierten Liegerädern mehr als 27000 Kilometer durch die USA fuhr. Er war unterwegs im Auftrag seines eigenen „Nomadic Research Lab“. Er wollte zeigen, …

Das war Ignite Frankfurt 2011 – Von Social Chillis, Throwies und der Datenautobahn in Chile

Gestern startete die Global Ignite Week 2011 und eine der ersten Veranstaltungen der weltweiten Event-Reihe fand in Frankfurt statt. Zusammen mit meiner Kollegin Viviane Kramer düste ich nach Feierabend von Köln nach Frankfurt, denn das Spektakel wollten wir natürlich nicht verpassen. Schließlich sorgte Organisator Darren Cooper schon im letzten Jahr für einen gelungenen Ignite-Abend. 182 Besucher drängten in die Frankfurter Brotfabrik und freuten sich auf einen interessanten, lehrreichen und amüsanten Abend. Und das haben sie auch bekommen! Eine tolle Vortragsmischung sorgte dafür, dass die erste Hälfte des Abends wie im Flug verging. Der Abend startete mit „Zuhause! Lebenskonzepte in Frankfurt Rhein-Main„. Nicola Holtcamp und Claudia Servaty stellten ihr Buchprojekt vor, für das sie Menschen in der Region besuchten, sie zuhause fotografierten und interviewten. David Weichert erzählte vom Projekt Cybersyn, das in den Jahren 1970-1973 unter der Präsident Salvador Allende in Chile eine Echtzeit-Wirtschaftssimulation schaffen sollte. Er berichtete von Schaltzentralen, die so aussahen wie ain Star Trek-Filmen und die auch genauso funktionierten. Er zeigte auch Kontrollmonitore an den Wänden, die Echtzeitdiagramme anzeigen sollten, aber tatsächlich nur …

Was ist MVC?

In loser Folge erklären wir seltsam anmutende oder merkwürdige  Begriffe aus dem Themenumfeld unserer Bücher. Heute: „MVC”, das „Model-View-Controller-Pattern“. CakePHP folgt, wie Ruby on Rails, dem Prinzip des Model-View-Controller-Pattern, kurz MVC. In einer interaktiven Applikation soll damit eine logische Trennung der Funktionalität in abgegrenzte Teilbereiche erzielt werden. Das Softwaresystem wird dafür in drei Einheiten unterteilt: Das Datenmodell, das model. Damit ist eine Datenquelle gemeint, bei der das Erscheinungsbild der Daten oder eine softwaretechnische Kapselung in der Applikation keine Rolle spielt. Die Präsentation oder view. Das View formatiert die Daten des Model und zeigt sie. Das View ist dabei in großen Teilen unabhängig vom Model. Somit kann die Darstellung des Models durch Veränderungen im View unterschiedlich dargestellt werden. Das bedeutet also, das ein Model nicht nur ein, sondere verschiedene Views hat. Die Programmsteuerung, der controller. Er kontrolliert die Applikationslogik, indem er die Interaktion mit dem Benutzer kontrolliert. Er selektiert die Daten, die vom View zum Model übertragen werden. Auf diese Weise können Daten oder Datenselektionen geändert werden. Mehr zum Thema MVC und CakePHP erfahren Sie in …

Performance-Tuning in PostgreSQL – Teil 1

PostgreSQL gilt seit Jahren als das fortschrittlichste Open-Source-Datenbankmanagementsystem und ist millionenfach im Einsatz. Ein Thema, das PostgreSQL-Administratoren unter anderem beschäftigt, ist Performance-Tuning – also die Frage, wie Anfragen und SQL-Befehle schneller gemacht werden können. Dieser Frage und anderen widmen sich auch die Autoren Peter Eisentraut und Bernd Hemle in ihrem Buch „PostgreSQL-Administration„. Wie man Enpässe oder Flaschenhälse, die die Ausführung eines SQL-Befehls verlangsamen, richtig erkennt und optimiert, erfahren Sie im ersten Teil des Buchauszugs. Heute geht es um CPU, RAM und Festplattendurchsatz. Im zweiten Teil wird es dann um Festplattenlatenz, Festplattenrotation und Netzwerkverbindungen gehen. CPU PostgreSQL startet pro Datenbankverbindung einen Prozess, und moderne Betriebssysteme verteilen diese Prozesse dann auf mehrere CPU-Kerne, falls vorhanden. Generell kann aber somit ein SQL-Befehl nur auf maximal einem CPU-Kern laufen. Sehr rechenintensive SQL-Befehle können einen CPU-Kern schon eine Weile auslasten. Das kann man dann einfach mit Betriebssystemwerkzeugen wie ps oder top beobachten. In der Praxis ist die CPU aber im Gegensatz zu den anderen aufgeführten Kandidaten eher selten das Problem. Wenn doch, dann bleibt einem in der Regel nichts anderes …

Job-Portrait: Softwareentwickler bei MyHammer.de

In der Reihe „Karriere(n) in der IT“ stellen wir Ihnen heute Manuel Kiessling vor, der die Softwareentwicklung des Handwerks- und Dienstleistungsmarktplatzes MyHammer.de verantwortet. Sein Aufruf an den IT-Nachwuchs lautet: „Die eigene Komfortzone verlassen!“ Herr Kiessling, wie lautet Ihre Jobbezeichnung, und bei welchem Unternehmen arbeiten Sie? Ich arbeite als Director Product Development bei der MY-HAMMER AG in Berlin. Wofür sind Sie genau verantwortlich, und vor welchen Aufgaben stehen Sie in der täglichen Arbeit? Im Wesentlichen geht es bei meiner Arbeit um die Leitung der Softwareentwicklung. Wir haben diesen Bereich in drei Teams aufgeteilt, und mit den jeweiligen Teamleitern zusammen sorge ich dafür, dass wir neue Funktionen auf unserer Plattform möglichst schnell und in solider Qualität veröffentlichen können. Meine konkreten Aufgaben sind dabei sehr vielfältig und gehen teilweise weit über das rein Fachliche der Programmierung hinaus. Das Wichtigste ist dabei die Abstimmung mit den anderen Abteilungen, die am Arbeitsprozess eines jeden Projekts beteiligt sind. Gemeinsam mit dem Leiter der Qualitätssicherung konnte ich beispielsweise unseren SCM-Prozess immer weiter verfeinern, so dass Release- und Entwicklungsprozesse mittlerweile sehr effizient ablaufen …