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KOL014 Bitcoin: Banking ohne Banken

Joerg Platzer beschäftigt sich schon lange mit den finanziellen Zusammenhängen unserer Gesellschaft und Weltgemeinschaft und auch mit der Vision des elektronischen Geldes. So war einer der ersten, der sich des Themas Bitcoin annahm, als es 2008/2009 als Konzept und Software vorgestellt wurde.

Im Gespräch mit Tim Pritlove liefert Joerg einen Einblick in die Funktionsweise von Bitcoin und das Konzept der Blockchain und kombiniert dies mit einer generellen Kritik des Zentralbanksystems und der Idee des Fiatgeldes. Ein spannender Überblick über eine neue Geldkultur, die umfangreiche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben könnte.

Was ist ein Bitcoin?

Im Gegensatz zu vielen anderen in dieser Rubrik diskutierten Begriffen (BeagleBone? Jenkins? Ööh…) haben vom Bitcoin auch viele Menschen außerhalb des O’Reilly-Universums zumindest schon einmal gehört. Bei der Frage, was sich genau dahinter verbirgt, muss allerdings weiterhin ein Großteil der Bevölkerung passen, IT-Personal inklusive. Und eine Erklärung in wenigen Sätzen ist zugegebenermaßen auch nicht so einfach. Wir probieren’s trotzdem mal. Beim Bitcoin (BTC) handelt es sich um eine virtuelle Währung, die vor ca. 5 Jahren von einer bislang nicht genau zu ermittelnden Person (oder von einem Kollektiv) namens Satoshi Nakamoto konzipiert und erstmals in Umlauf gebracht wurde – ohne Betrugsabsichten, samt Whitepaper und im Kontext der Open-Source-Community. An dieser Stelle sollten wir innehalten und zunächst den Begriff „virtuell“ in Bezug auf Geld berachten, da es sich hier um einen zentralen Aspekt des Bitcoins handelt. Virtualität ist „die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen.“ (s. http://de.wikipedia.org/wiki/virtuell) Heißt also übertragen auf BTC: Das ist …