Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tim O’Reilly

Piraterie ist progressive Besteuerung

SOPA, PIPA, ACTA, Leistungsschutz – Rechte von Urhebern und Verlegern wurden selten intensiver und kontroverser diskutiert als im vergangenen Jahr. Von Ansgar Heveling bis Sven Regener wurden zahlreiche Kritiker der freien (bzw. illegalen) Medienzirkulation mit digitalen Tomaten beworfen. Sie fanden aber auch eine Menge Zuspruch, v.a. bei Vertretern der klassischen Printbranche oder Tonträgerindustrie. Ausgetragen wurde die Diskussion quer durch die Medienlandschaft: Nicht nur die üblichen Verdächtigen wie netzpolitik.org, irights.info oder de:bug meldeten sich regelmäßig zu Wort, auch Mainstreampresse wie der Spiegel und die Zeit räumten der Copyright-Debatte massig Platz ein. Nun ist das Thema zu groß und zu komplex, um es in unserem Corporate Blog ausführlich zu bewerten. Allerdings wollen und können auch wir einen kleinen Beitrag leisten – und zwar, indem wir nochmals einen Blick auf einen Essay werfen, den Oberguru Tim vor mehr als zehn Jahren (!) veröffentlicht hat. Der Text heißt „Piracy is progressive taxation“, steht hier in voller Länge zur Verfügung und beinhaltet ingesamt sieben Thesen bzw. Lektionen rund um die Online-Distribution. Das Interessante daran: Sämtliche von Tims Überlegungen sind weiterhin aktuell bzw. …

Twitter – vom StartUp zum Newsmedium

Eine kurze Frage („Was tust du?“), eine Antwort in 140 Zeichen – das ist Twitter. Oder besser, das war Twitter, als Jack Dorsey am 21.März 2006 den ersten Tweet abschickte: „just setting up my twttr„. Der Name des Kurznachrichtendiensts war damals noch sehr an Flickr angelehnt, als er von Dorsey und seinen Kollegen Biz Stone und Evan Williams vom Podcasting-Unternehmen Odeo und (wie man erst 5 Jahre später erfahren sollte) Noah Glass entwickelt worden ist. Heute ist Twitter viel mehr als nur Kurznachrichtendienst  – und mit den Vokalen kamen auch die User, mit den Usern die Unternehmen. Mittlerweile liegt der Fokus nicht mehr auf der Person („Was tust du“), sondern auf der Neuigkeit („Was gibt’s Neues“) – es veränderte die Kommunikation und es veränderte als Newsmedium die Pressewelt. Doch was geschah in den Zwischenzeit? Noch nicht einmal vier Monate nach dem ersten Tweet wird Twttr der Öffentlichkeit vorgestellt – zuvor konnten nur Mitarbeiter von Odeo twttrn. Im April 2007 wird dann eine eigene Firma gegründet. Auf dem South by Southwest-Festival in Austin hat Twitter seinen …

Was ist Web Squared?

Vier Jahre ist es nun her, dass Tim O’Reilly in seinem Aufsatz »What is Web 2.0« die damaligen Veränderungen des Webs beschrieb. Kollektive Intelligenz, die Technologie Ajax und User Generated Content waren einige der Schlagworte, die die Diskussion bestimmten. Die dazu gegründete Konferenz „Web 2.0 Summit“ befasste sich in diesem Jahr nun mit der Weiterführung des Web 2.0: Unter dem Stichwort »Web Squared« (Web hoch zwei) besprachen die Teilnehmer in San Francisco, wie mit den Technologien und Daten des Webs Probleme der realen Welt gelöst werden können. Statt Hotelempfehlungsseiten oder Freundschaftsnetzwerken kann es etwa darum gehen, Klimadaten zusammenzufassen und Anwendungen zu programmieren, die bei diesen elementaren Fragen helfen könnten. Tim O’Reilly fasst zusammen: „Web meets World -that’s Web Squared.“ In einem White Paper beschreibt Tim O’Reilly, welche Möglichkeiten für ihn das Web Squared bietet – Sie können den Text hier lesen und herunterladen. Eine Übersetzung des Texts hat Michael Jendryschik angefertigt. Im Juni 2009 gaben Tim O’Reilly und John Batelle einen Webcast, der sich ebenfalls damit beschäftigte: Und zu guter Letzt möchte ich Sie noch …

Das Twitter-Buch ist angekommen!

Twitter ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern schon in der breiten Bevölkerung angekommen. In Deutschland gibt es bereits 105.000 aktive Twitterer und es werden jeden Tag mehr. Auch unser Verlagschef Tim O’Reilly ist begeistert von den Möglichkeiten, die sich dank Twitter bieten, und möchte diese Faszination weitertragen. Zusammen mit Sarah Milstein hat er „Das Twitter-Buch“ verfasst, das Interessierten die zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Twitter-Gepflogenheiten wie beispielsweise Hashtags erläutert und viele hilfreiche Beispiele, fundierten Rat und deutliche Erklärungen bietet. Die Leser können vom reichen Erfahrungsschatz der beiden Autoren viele nützliche Erkenntnisse für erfolgreiches Twittern gewinnen. Übrigens: In der deutschen Übersetzung des „Twitter-Buchs“ gibt es ein speziell auf Deutschland zugeschnittenes Zusatzkapitel – geschrieben von drei O’Reilly-Mitarbeitern aus Köln: unserem Lektor Volker Bombien  und Corina Lange und mir aus der Marketing-Ecke, die wir ja fleißig twittern. Darin erwähnen wir Twitterdienste und –Webseiten, die Twittern in Deutschland spannend machen. Unter anderem „Twittagessen“: Hier können sich einander fremde Twitterer zum gemeinsamen Mittagessen und Kennenlernen verabreden. Und das ist eine der Spezialitäten von Twitter – hier verschwimmt die Grenze zwischen digitalem …