Alle Artikel in: Gastbeiträge

Wann machen Maschinen endlich meinen Job?

Es gibt Beschäftigungsgruppen, die, in Ermangelung von Grundeinkommen, nicht zu Unrecht fürchten, dass Maschinen ihnen die Arbeit wegnehmen – im Laufe der Geschichte der Industrialisierung ist das schließlich durchaus schon vorgekommen. Andere machen sich darum noch eher wenige Gedanken – gerade die kreativen Jobs scheinen halbwegs sicher vor Fließband und KI. Kurzum: Alles rund um das Entstehen eines Buchs scheint uns doch verhältnismäßig „safe“. Klar, es gibt es Newsportale, die automatisiert verfasste Artikel veröffentlichen. Aber kann Roboterjournalismus mit allen Facetten des Schreibens mithalten? Und ja, es gibt Übersetzungssoftware, die bereits ganz taugliches Material produziert, doch damit ein Buch korrekt übersetzt und flüssig lesbar ist, müssen nach wie vor menschliche Übersetzer Hirn und Hand anlegen. Alexa, lies mir ein Buch vor! Die Software VoiceDream kann bereits recht gut vorlesen und wird demzufolge von vielen Sehbehinderten genutzt – man kann ihr Texte vorgeben und sogar die Aussprache unbekannter Wörter beibringen, und dann legt die gewünschte Stimme los und bemüht sich, auch Nebensätze angenehm betont vorzubringen. Dennoch bringen Hörbuchsprecher*innen wohl noch etwas mehr Drama ins Gelesene, wage ich …

Westworld

Der neue Aufstand der KIs

Turing-Test, der Voight-Kampff-Test aus „Blade Runner“, die Gesetze der Robotik von Asimov: Schon lange machen wir uns Gedanken darüber, wann eine künstliche Intelligenz im Denkvermögen mit einem Menschen vergleichbar ist. Und man sollte meinen, die Science-Fiction hätte alle Spielarten davon schon seit Jahrzehnten durchexerziert, aber neue Lebenswirklichkeiten, Bots, die Tweets verfassen oder sich sogar miteinander in Endlosschleifen unterhalten, Machine Learning von Apps und Spracherkennungen wie Alexa, Siri, Cortana und Co. haben eine neue Generation von KI-Geschichten ins Leben gerufen. Dass „Blade Runner“ eine Fortsetzung erhalten hat, ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass im Moment halt einfach jeder erfolgreiche Film der 80er eine Fortsetzung erhält – aber die Zeit schien auch geradezu nach einem Update zu schreien. „Brauchst du noch was?“ – „Gleichberechtigung!“ Selbst in „Star Wars“, das immer eher unreflektiert mit seinen Maschinen umgegangen ist, wird kritisch hinterfragt, was die sich entwickelnde Intelligenz und Empathie einer Maschine mit ihren Rechten macht – in „Solo“ sieht man zum ersten Mal auf der großen Leinwand etwas, das Star Wars bislang nur in Comics und am Rande …

Urlaub zu Hause – geekige Ausflugstipps

Diesmal heißt es Urlaub in Balkonien, und im Netz stehen als Geek-Ausflugstipps eher kostenintensive Trips zur San Diego ComicCon und zum Burning Man? Wir bieten euch heute ein paar Ideen, die (hoffentlich) in eurer Ausflugsreichweite in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen. Museen für Technikbegeisterte Große und kleine Industrie- und Technikmuseen gibt es wie Sand am Meer – in München, Berlin, Magdeburg, Wien und vielen anderen Städten. Einen Überblick gibt zum Beispiel diese Seite! Die Mutter aller Geek-Museen ist wohl das Computerspielemuseum in Berlin. Dabei ist ausdrücklich zum Spielen eingeladen. Und in diesem Sommer berichtet die Sonderausstellung „Monsters Attack Planet Earth“ von Klassikern der Film- und Spielwelt rund um das Thema Alien-Invasion. Ein kleines, aber feines Museum ist das Zeppelin-Museum in Zeppelinheim bei FFM, in dem einen allerlei Gesammeltes und Nachgebautes aus der Zeit der Luftschifffahrt zurück an die Anfänge des 20. Jahrhunderts versetzt. Das Zeppelinmuseum in Friedrichshafen ist eine Nmmer größer, und auch das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam entführt Besucher*innen in diese Zeit. Für alle, die es gern handfester mögen: Das Deutsche Klingenmuseum in Solingen stellt …

In eigener Sache: Neue Autor*innen im oreillyblog

Liebe Leser*innen, wir haben gute Nachrichten: Statt einer urlaubsbedingten Sommerpause  dürfen wir hier im oreillyblog in den nächsten Wochen gleich zwei Gastautor*innen begrüßen: Judith Vogt, freiberufliche Autorin, Lektorin, Übersetzerin und Journalistin. Judith schreibt erfolgreich Science-Fiction- und Fantasy-Romane, erhielt erst kürzlich den Deutschen Rollenspielpreis und wird im oreillyblog (endlich wieder) die Rubrik „Geekiges“ befüllen. Dass sie dafür die genau richtige Autorin ist, zeigt nicht nur ihre Liebe zu Star Wars, sondern auch die zum Fechten. Und die Begeisterung fürs Schmieden. Und die für Steampunk. Und so vieles mehr. Boris Hofferbert, freier IT-Journalist. Boris hat nicht nur einen hervorragenden Musikgeschmack, er spielt auch gerne – an PC und Konsole genauso wie beim Geek-Kneipenquiz. Außerdem testet er beruflich seit vielen Jahren sämtliche Gadgets und Tools und ist deshalb der Freund, den man immer fragen kann, welches Smartphone man gerade kaufen sollte. Für das oreillyblog nimmt er in den nächsten Wochen unsere Neuerscheinungen unter die Lupe.  Wir freuen uns total, Judith und Boris an Bord zu haben und wünschen uns allen einen abwechslungsreichen Sommer!      

React Native

8 Gründe, warum Sie Ihre Apps mit React Native entwickeln sollten

Ein Gastartikel von Erik Behrends, Autor des Buchs „React Native“. Wer eine App für Smartphones entwickeln möchte, sieht sich mit vielen Fragen konfrontiert. Und ganz zentral ist diese: Soll die App zuerst für Android-Geräte oder zuerst für iPhones entwickelt werden? Zwar ist der Marktanteil von Android höher als der von iOS, aber nur wenn die App auf beiden Plattformen läuft, werden potenziell alle Nutzer erreicht. Wenn nun für Android und iOS entwickelt werden soll, erfordern die herkömmlichen Ansätze von Google und Apple zwei Entwicklerteams und getrennten Code. Beide Teams sind auf die jeweils unterschiedlichen Aspekte spezialisiert, denn es kommen mit Java (oder Kotlin) für Android und Swift für iOS nicht nur verschiedene Programmiersprachen, sondern auch jeweils eigene APIs und Werkzeuge zum Einsatz. Also liegt es nahe, die App plattformübergreifend zu entwickeln, um den Aufwand zu minimieren. Doch welches Framework soll dazu gewählt werden? Mit React Native steht seit 2015 ein solides Open Source-Projekt für die plattformübergreifende Entwicklung nativer Apps zur Verfügung. Von Facebook vorgestellt, wird es mittlerweile von einigen namhaften Unternehmen weiterentwickelt und für beliebte …