Alle Artikel in: Aus dem O’Reilly-Briefkasten

Prototype Fund

Prototype Fund: neue Bewerbungsrunde

Bis zu 47.500 € Förderung für gemeinwohlorientierte Softwareprojekte – bis 30. September könnt ihr euch wieder beim Prototype Fund bewerben. Vergangenes Jahr haben wir an dieser Stelle mit Patricia Leu über den Prototype Fund gesprochen. Das Förderprogramm unterstützt einzelne Programmierer:innen und kleine Teams dabei, ihre innovativen Projektideen vom Konzept bis zum Prototyp umzusetzen. Die Mittel kommen vom BMBF, die Hürden sind bewusst niedrigschwellig. Zentrale Voraussetzung: Euer Vorhaben zielt auf einen gesellschaftlichen Mehrwert. 219 Projekte wurden bereits gefördert, und der Fund ist schon auf der Suche nach den nächsten Ideen, wie Patricia mir gerade schrieb. Alle Infos im Überblick findet ihr unter https://prototypefund.de/faq/, Auswahlkriterien sowie Tipps für die Bewerbung findet ihr hier. Interesse? Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. September 2021. Bewerbt euch, und wenn ihr wollt: Schreibt uns doch gerne, wir stellen euch im oreillyblog vor.

Blogjubiläum: Was Ihr Euch wünscht

Die Umfrage ist beendet, die Gewinner sind ausgelost und benachrichtigt. Jetzt folgt an dieser Stelle ein ganz kurzer Nachklapp zu unserem 1000. Artikel im oreillyblog.  Danke Ein riesiges Dankeschön wollen wir zunächst für all die wertschätzenden und befeuernden Kommentare und Mails loswerden. Ihr habt uns (mal wieder) bestärkt, dass das oreillyblog unser gemeinsames Biotop ist. Und dass sich einfach jeder Tastaturanschlag dafür lohnt.  Wer fragt, bekommt Antworten Zugegeben: Ein bisschen gezögert haben wir schon. Sollen wir wirklich fragen, was Ihr lesen wollt? Was, wenn wir das gar nicht erfüllen können? Oder wollen? Eure Themenwünsche aber haben uns erfreut. Denn sie sind vielleicht nicht völlig deckungsgleich mit unseren Interessen (Make-Themen fehlen beispielsweise, was war da los? ;)) – aber sie sind dennoch genau unser Ding: Halten wir also fest: Ihr wollt Python, Linux, Datenanalyse, WordPress, Webentwicklung, Geek-Themen, Security, Marketing, Piwik? Alles klar, dann hauen wir jetzt mal rein! 

Refugees On Rails

Kleiner Zwischenruf: Die Initiative „Refugees On Rails“ sucht derzeit deutschlandweit Notebookspenden. Diese Notebooks fehlen derzeit noch bei vielen Rails-Workshops, die einige Freiwilligenteams für Flüchtlinge mit Interesse am Coden planen. Gemeinsames Ziel: Die Menschen (weiter) qualifizieren und sie somit als Gründer oder Angestellte fit für die IT-Szene hierzulande zu machen. Our aim is to help refugees to build and expand their qualification as software developers and provide them the opportunity to work with startups and tech companies. – refugeesonrails.org Wir hörten übrigens von Denise Schynol von dem Projekt, die wir über die Rails Girls kennen und hier schon im Interview hatten. Denise und einige Mitstreiter planen aktuell einen Refugees-On-Rails-Workshop in Köln, und zwar schon am 27./28. November 2015. Wenn Ihr spenden wollt oder sogar Zeit/Lust habt, Euch selbst zu engagieren: hier findet Ihr mehr Informationen.    

/death/null: Ein Datenfriedhof für die Netzgemeinde

Vor einiger Zeit wurden wir auf ein Netz-Kunstprojekt aufmerksam gemacht: /death/null widmet sich genau der Frage, die sich viele von uns schon gestellt haben: Wohin mit Dateien, die man nicht löschen mag oder kann, über die man aber auch einfach nicht mehr länger auf dem heimischen Computer stolpern will. Oder denen man ein Denkmal setzen will. Oder die man mit voller Inbrust zerstören will. Oder. Oder. Oder: Das eigentliche Ziel des Projekts ist individuell – und das soll es auch bleiben. Mehr Einzelheiten dennoch – hier im Interview mit dem Datenbestatter und Netzkünstler Ulf Schleth: Herr Schleth, was genau verbirgt sich hinter dem Projekt /death/null? /death/null spielt auf mehreren Bedeutungsebenen mit der Lebensdauer von Daten. Dieses Spiel hat auch politische Komponenten, aber der Grundgedanke war ein romantischer: Da ist dieser Liebesbrief auf Deiner Festplatte, den Du vor 15 Jahren mal angefangen und nie fertig geschrieben hast, der gewandert ist vom C64 auf den Windows-PC, dann auf den Mac und jetzt schon eine ganze Weile auf Deinem Linux-Fileserver liegt. Du traust Dich nicht, ihn zu löschen, …

Festival, Museum, Weiterbildung: Ein Wochenende mit alten Kisten

Es gibt wahrlich viele Veranstaltungen, die im engsten und weitesten Sinne etwas mit IT zu tun haben: Große Messen und kleine Barcamps, Open Source-Konferenzen und Social Media-Meetups. Doch es gibt nur wenige Veranstaltungen, die alles sind: Ein fester Punkt im Kalender von Nerds und Geeks, ein Ausflugsziel für Familien und eine Weiterbildung für alle an Technik interessierten Menschen, speziell natürlich IT-Profis. Das  Computer Vintage Festival Europa -VCFe- ist eine Veranstaltung dieser Art – organisiert und nach Deutschland gebracht von Hans Franke. Wir freuen uns sehr, das VCFe in diesem Interview vorstellen zu dürfen: Herr Franke, Sie organisieren seit 13 Jahren das Computer Vintage Festival Europa. Wie sind Sie dazu gekommen? Ja, dieses Jahr haben wir tatsächlich das 13. VCFe. Ich staune jedes Jahr mehr. Angefangen hat alles durch einen Hinweis auf eine Meldung in einer Lokalzeitung im kalifornischen Livermore (bzw. deren Webseiten) auf das erste VCF in Pleasanton: „Kuck mal, die machen da drüben was wie Du“ hieß es. Auch ohne Google (AltaVista war damals die unangefochtene #1) hab ich die Webseite schnell gefunden und …