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	Kommentare zu: Informatik studieren &#8211; ein Überblick	</title>
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	<description>IT, Social Media &#38; Geek Life von und mit O&#039;Reilly-Büchern</description>
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		Von: Boris		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Boris]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 09:51:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Corina,

der Artikel ist wirklich gelungen und gibt eine schöne - einführende - Übersicht über die verschiedenen Bereiche der Informatik. Diese Fülle war mir gar nicht so bewusst und das obwohl fast alle meiner Freunde Informatiker (unterschiedlicher Schwerpunkte) sind. Ich selbst bin Wirtschaftsinformatiker und Unternehmer, weshalb für mich der Praxisbezug stets sehr relevant war. In meinem Grundstudium, hier in Göttingen, musste ich damals feststellen, dass der geforderte Praxisbezug während des Bachelor-Studiums kaum gegeben war. Statt dessen ging es stets um Zweierkomplimente, EBNF und andere (für mich rein theoretische) Konstrukte. 

Hinzu kamen einige Übungen zu Java und Datenbanken - diese Scheine waren auch sehr interessant. Hierbei war jedoch stets das Problem, dass die Vorkenntnisse sehr stark auseinander gingen - was durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master nur noch verschärft wurde, da es nun besser möglich ist, in andere Fächer &quot;reinzuhören&quot;. So war bei uns beispielsweise ein ganzer Haufen Biologen mit in den Informatikvorlesungen, was teils dazu geführt hat, dass das Leistungsspektrum zu weit auseinander ging. Hier wäre es schön, wenn sich die Universitäten für bestimmte Fächer Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse leisten könnten. Eine zunehmende Vermischung unterschiedlicher Studienrichtungen führt - meiner Meinung nach - letztendlich zu einem geringeren Wissensstand und hilft somit niemanden weiter.

Meine persönliche Erfahrung als Unternehmer ist die, dass Informatiker einer FH deutlich besser in der praktischen Umsetzung und Problemlösung sind als die Kollegen von der Uni. In meiner Branche geht es jedoch vornehmlich darum umsetzungsstark zu sein. In eher forschungsintensiven Bereichen sieht dies wieder ganz anders aus. Ich habe mich eine zeitlang sehr intensiv mit RFID in Logistiknetzwerken (information disclosure) befasst. Wäre ich in dieser Branche geblieben, so würde ich heute wohl eher die Kollegen von den Unis präferieren - es kommt eben immer darauf an um welche Aufgabe es sich nun explizit handelt.

Was jedoch allen - mir bekannten - Informatikern gemeinsam ist, ist die Fähigkeit zur strukturierten Analyse und anschließenden Problemlösung. Und genau dies ist es doch, was letztendlich im beruflichen Alltag benötigt wird - der Rest kommt sowieso erst mit der Erfahrung während des Berufslebens.

Just my 2 cents,
Boris]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Corina,</p>
<p>der Artikel ist wirklich gelungen und gibt eine schöne &#8211; einführende &#8211; Übersicht über die verschiedenen Bereiche der Informatik. Diese Fülle war mir gar nicht so bewusst und das obwohl fast alle meiner Freunde Informatiker (unterschiedlicher Schwerpunkte) sind. Ich selbst bin Wirtschaftsinformatiker und Unternehmer, weshalb für mich der Praxisbezug stets sehr relevant war. In meinem Grundstudium, hier in Göttingen, musste ich damals feststellen, dass der geforderte Praxisbezug während des Bachelor-Studiums kaum gegeben war. Statt dessen ging es stets um Zweierkomplimente, EBNF und andere (für mich rein theoretische) Konstrukte. </p>
<p>Hinzu kamen einige Übungen zu Java und Datenbanken &#8211; diese Scheine waren auch sehr interessant. Hierbei war jedoch stets das Problem, dass die Vorkenntnisse sehr stark auseinander gingen &#8211; was durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master nur noch verschärft wurde, da es nun besser möglich ist, in andere Fächer &#8222;reinzuhören&#8220;. So war bei uns beispielsweise ein ganzer Haufen Biologen mit in den Informatikvorlesungen, was teils dazu geführt hat, dass das Leistungsspektrum zu weit auseinander ging. Hier wäre es schön, wenn sich die Universitäten für bestimmte Fächer Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse leisten könnten. Eine zunehmende Vermischung unterschiedlicher Studienrichtungen führt &#8211; meiner Meinung nach &#8211; letztendlich zu einem geringeren Wissensstand und hilft somit niemanden weiter.</p>
<p>Meine persönliche Erfahrung als Unternehmer ist die, dass Informatiker einer FH deutlich besser in der praktischen Umsetzung und Problemlösung sind als die Kollegen von der Uni. In meiner Branche geht es jedoch vornehmlich darum umsetzungsstark zu sein. In eher forschungsintensiven Bereichen sieht dies wieder ganz anders aus. Ich habe mich eine zeitlang sehr intensiv mit RFID in Logistiknetzwerken (information disclosure) befasst. Wäre ich in dieser Branche geblieben, so würde ich heute wohl eher die Kollegen von den Unis präferieren &#8211; es kommt eben immer darauf an um welche Aufgabe es sich nun explizit handelt.</p>
<p>Was jedoch allen &#8211; mir bekannten &#8211; Informatikern gemeinsam ist, ist die Fähigkeit zur strukturierten Analyse und anschließenden Problemlösung. Und genau dies ist es doch, was letztendlich im beruflichen Alltag benötigt wird &#8211; der Rest kommt sowieso erst mit der Erfahrung während des Berufslebens.</p>
<p>Just my 2 cents,<br />
Boris</p>
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